Für den Diversitätswandel in Narrativ und Gesellschaft

NEROPA: zum Einsatz bei Film / TV, Theater, Romanen u.a.m.

Die Welt ist bunt und vielfältig und die Hälfte sind Frauen

Kino- und Fernsehen in ihrer Gesamtheit spiegeln diese Realität nicht. Filme und Sendungen, fiktional und nicht-fiktional, sind durch ein deutliches Männerübergewicht gekennzeichnet. Ob Talkshow, Sportberichterstattung oder Spielfilm, es geht häufiger um Männer, Frauen sind weniger zu sehen. Dieses Ungleichgewicht gibt es schon so lange, dass es uns meistens gar nicht mehr auffällt. Wir wachsen von kleinauf mit weniger Frauenbildern in den Medien  und in fiktionalen Formaten mit weniger Frauenrollen auf, die noch dazu eingeschränkter sind in Bezug auf Größe, Wesen, Beruf, Alter, Hautfarbe u.a.m..
Diese mangelnde Diversität in den Narrativen in Film und Fernsehen wirkt sich auch auf die gesellschaftliche Realität aus. Es fehlen Vorbilder, Inspiration und Reibung – für Frauen und Männer, für Mädchen und Jungen.
Vor diesem Hintergrund hat die Schauspielerin Belinde Ruth Stieve 2016 die Methode NEROPA Neutrale Rollen Parität  erfunden.

Das Gender & Diversity Tool NEROPA steuert diesem Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern systematisch entgegen.

Die meisten Geschichten und Drehbücher enthalten eine Reihe kleiner und großer neutraler Rollen, das sind Figuren, deren Geschlecht für die Handlung nicht entscheidend ist, die jedoch häufig als männlich geschrieben sind. Mit der NEROPA-Methode werden diese Rollen auf relativ einfache Weise gefunden und paritätisch umgewandelt. Als Folge sind mehr Frauen zu sehen, auch mehr Frauen mit normalen oder ungewöhnlichen Berufen (Klempnerin, Archäologin, IT Ingenieurin). Sie werden eher über ihre Handeln definiert als über ihr Verhältnis zu anderen Figuren (Ehefrau, Mutter, Geliebte, Tochter). Mehr Frauen vor der Kamera führen zu größerer Vielfalt und zu spannenderen, zeitgemäßeren Filmen und Serien – für Frauen und für Männer (siehe NEROPA: Die Methode).

Mit dem NEROPA-Feinschliff kann die Besetzung noch vielfältiger gestaltet und unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen sichtbar gemacht werden. So kommt der Film über die ausgewählten Schauspieler*innen auch in  Hinsicht auf Alter, Ethnizität, Körperlichkeit, Hautfarbe, Sexualität, (Nicht-)Behinderung, Akzent / Dialekt usw. der Realität näher, und bietet gleichzeitig mehr Identifikationsmöglichkeiten für ein diverses Publikum (siehe NEROPA: Der Feinschliff).

Das NEROPA-Prinzip kann außerdem schon in der Stoffentwicklung, bei der Entstehung einer Geschichte bzw. beim Schreiben eines Drehbuchs angewendet werden und so einer – ungewollten – Männerlastigkeit vorbeugen (siehe NEROPA in der Stoffentwicklung).

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Sehr gerne präsentiere ich die NEROPA-Methode in und außerhalb der Filmbranche. Produktionsfirmen bzw. Produzent*innen und ihre Teams, die mit NEROPA arbeiten wollen, kann ich beratend begleiten. (Siehe dazu Vorträge – Workshops sowie Biographie / Kontakt).

Belinde Ruth Stieve